Prophylaxe

Prophylaxe

Nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen handelt es sich bei Karies und Parodontitis um Infektionskrankheiten. Diese werden von Bakterien ausgelöst, die sich in besonderen Nischen im Gebiss gut vermehren können. Beläge ( Plaque ) dienen den Kleinstlebewesen als Nahrungsquelle. Die Aufgabe der Prophylaxe (Vorbeugung) ist es nun, durch besondere Maßnahmen, die Bakterienmenge auf ein Maß zu reduzieren, die nicht mehr pathogen ( krankmachend ) wirkt.
Dazu muss in erster Linie die Mundhygiene optimiert werden. Zum anderen müssen die Beläge an den Zähnen, speziell an den Wurzeloberflächen, verringert werden.

Der Erfolg zeigt sich in gesundem, straffem Zahnfleisch, das nicht mehr zum Bluten neigt und strahlenden Zähnen, die mit glatten Oberflächen ein sehr angenehmes Gefühl vermitteln. Wenn auch durch die Prophylaxe eine drastische Reduktion von Karies und Parodontitis zu erreichen ist, so gibt es keine 100%ige Sicherheit. Bei den meisten Patienten sind schon Prozesse abgelaufen, die zu einer Vorschädigung der Zähne geführt haben. Diese Prozesse können von der Prophylaxe nur verlangsamt aber nicht gänzlich aufgehalten werden. Ein typisches Beispiel ist hier die Wurzelkaries und der Abbau des Zahnhalteapparats bei mehrwurzeligen Seitenzähnen.

Prophylaxe

Die Prophylaxe setzt sich aus zwei großen Blöcken zusammen :

· Motivation und Übung von speziellen Putztechniken. Dabei werden stets Taschentiefen, Belagsmengen an den Zahnhälsen und Blutungsneigungen des Zahnfleischs schriftlich festgehalten, um eine Kontrolle über den Behandlungsfortschritt zu gewinnen.

· Reinigung aller Zähne, der Zahnzwischenräume und der Bereiche, die dem Patienten nicht oder nur sehr schwer zugänglich sind. Am Ende dieser Behandlung erhalten die Zähne einen Schutzlack zur Kariesprophylaxe.

Die so angebotene und durchgeführte Prophylaxe ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen und erfordert eine Eigenbeteiligung des Patienten.

Der Erfolg der Prophylaxe liegt in der Regelmäßigkeit und in der guten Zusammenarbeit zwischen Patient und Prophylaxe-Mitarbeiterin. Dabei sind regelmäßige Termine ( alle 3-4 Monate ) und eine konsequente Umsetzung der besprochenen Pflegetechniken zu Hause die entscheidende Voraussetzung für den Langzeiterfolg.