Implantologie

Was sind Implantate?

Implantatberatung
implantatberatung
Ohne eingehende Beratung und Planung ist die moderne Implantologie nicht mehr denkbar.

Einfach ausgedrückt sind Implantate Titanschrauben. Sie werden an die Stelle von verloren gegangenen Zähnen gesetzt. Titan hat die hervorragende Eigenschaft, dem körpereigenen Knochen eine Oberfläche zu bieten, an die sich Knochenzellen komplikationslos anlagern. Durch Verfeinerungen der Oberflächenstrukturen (sandstrahlen und ätzen) erzielt man ein dreidimensionales Gewebe, in das die Knochenzellen (Osteozyten) schnell einwachsen. Titan bildet an der atmosphärischen Luft eine Passivschicht durch Oxidation. An diese Schicht lagern sich Knochenzellen entzündungsfrei an. So hat sich die Einheilzeit für Standardimplantationen im Laufe der letzten zehn Jahre von 6 Monaten auf 6 bis 8 Wochen verkürzt. Ein eingeheiltes Implantat kann dann bis zu zwei Zähne ersetzen.

Es ist bislang keine Allergie gegen Titan bekannt, es wird daher gerne als Biometall bezeichnet. Sollten hier doch Bedenken bestehen, so können wir mit dem hochsensiblen Lymphozyten-Transformations-Test (LTT) ein Verfahren anbieten, das Unverträglichkeiten sehr sicher aufzeigt.

Das von unserer Praxis verwendete Implantatsystem stammt von der Firma Straumann. Die Implantate bestehen aus einem hochreinem Titan (Grad 4), das nicht mit einem anderen Metall legiert ist.

Der Implantatkopf ist für die Aufnahme der Suprastruktur vorgesehen. Darunter versteht man den Aufbau, der das Implantat zu einem richtigen Zahn macht. Zu jedem Implantat gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Aufbauten.

Unsere Implantologiegeschichte


Ein Straumann-Implantat
implantat
Ein typisches Implantat für den Seitenzahnbereich.

Seit 1995 werden in unserer Praxis Implantate in den Kiefer eingesetzt. Inzwischen sind hunderte von Titanimplantaten von uns gesetzt worden. Fast ausschließlich haben wir Produkte der Marktführer Straumann und Nobelbiocare (Branemark) verwendet.
Die Erfolgsquote liegt bei ca. 95%, d.h. nach 10 Jahren befinden sich von 100 Implantaten noch 95 im Kiefer. Damit liegen die Implantate in der gleichen Erfolgswahrscheinlichkeit, wie die klassischen Bückenversorgungen.
Welche Versorgungen sind mit Implantaten möglich?


Die Implantatschulter
implantatschulter
Die Implantatschulter nimmt die Suprastrukturen - wie Kronen und Stege - auf.

Am besten begreift man das Implantat als eine neue Zahnwurzel, die an die Stelle gesetzt wird, an der sich der eigene Zahn befand. Im Vergleich zum natürlichen Zahn sind Implantate flexibler, da verschiedene Aufbauten möglich sind. Wird ein Zahn ersetzt, so trägt das Implantat eine Einzelkrone. Fehlen mehrere Zähne, können die Implantate auch eine Brücke tragen. Bei diesen Konzepten handelt es sich um festsitzende Versorgungen.
Fehlen zu viele Zähne, kann ein herausnehmbarer Zahnersatz durch die Implantate stabilisiert werden, es gibt also zusätzliche Halteelemente. Im folgenden sind einige Beispiele angegeben:

Einzelzahnimplantate


Eine Keramikkrone auf einem Implantat
keramikkrone
Um intakte Nachbarzähne nicht beschleifen zu müssen - wie es bei Brücken die Regel ist - wird ein Implantat gesetzt und nach 8 bis 12 Wochen mit einer Keramikkrone versorgt.

Bei Einzelzahnimplantaten geht es darum:

- Lücken zu schließen, ohne Nachbarzähne zu beschleifen

- bei Nichtanlage von Zähnen Freiendsituationen zu beheben, d.h. eine verkürzte Zahnreihe wieder zu verlängern

- einen herausnehmbaren Zahnersatz in seiner Funktionsfähigkeit wiederherzustellen, wenn z.B. nur Zähne noch einseitig vorhanden sind.

Die einseitige Freiendsituation


Drei Implantate im Oberkiefer
freiendsituation
Fehlen im Seitenzahngebiet einer Kieferhälfte die letzten Zähne, so ist es oft möglich durch eine Implantation, den herausnehmbaren Zahnersatz zu vermeiden.

Bei einseitigen Freiendsituationen geht es darum:

- entsprechend der gegenüberliegenden Zahnreihe, wieder festsitzenden Zahnersatz durch eine Reihe von Implantaten zu erhalten

- ggfs. das knöcherne Basisangebot zu verbessern, um überhaupt Implantate einsetzen zu können

Implantate bei herausnehmbarem Zahnersatz


Die Stegkonstruktion
steg
Eine äußerst stabile Versorgung bietet die Befestigung des Zahnersatzes auf einem Steg. Im Unterkiefer werden 4 bis 5 Implantate gesetzt und können dann umgehend versorgt werden, d.h. dass kurz nach der Implantation die Kaufähigkeit wiederhergestellt ist.

Bei Implantaten in Verbindung mit herausnehmbarem Zahnersatz geht es darum:

- Lücken zu schließen ohne Nachbarzähne zu beschleifen

- Lücken zu schließen bei Nichtanlage von Zähnen Freiendsituationen zu beheben, d.h. eine verkürzte Zahnreihe wieder zu verlängern

- Einen herausnehmbaren Zahnersatz in seiner Funktionsfähigkeit wiederherzustellen, wenn z.B. nur Zähne noch einseitig vorhanden sind